Im Zweifel LED Lampen – für die Umwelt

12. December 2012

Kompaktleuchtstofflampen, Halogendampflampen oder LED-Strahler? Wie soll man bei dem riesigen Angebot an Leuchtmitteln im Supermarkt noch durchsteigen? Der umweltbewusste Verbraucher steht immer häufiger vor Rätseln um Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Lichtqualität. Es gilt ganz neue Regeln zu lernen. Die wichtigste lautet: Den Anwendungsort beim Kauf beachten! Wem das zu kompliziert ist, der hält sich am besten an die einfachste Regel: Im Zweifel LED!

Was man so alles mit LEDs machen kann!

Was man so alles mit LEDs machen kann!

Im März 2009 Jahren beschloss die Europäische Union, die gute alte Edison-Glühbirne in die Geschichtsbücher zu verbannen. Der stufenweise verbotene Verkauf der Energiemonster ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. 2009 mussten die 100 Watt Birnen, 2010 die 75 Watt, ein Jahr darauf die 60 Watt und September dieses Jahres auch die Glühbirnen unter 60 Watt daran glauben. Ab 2016 werden auch die stromfressendsten Halogenlampen verboten sein.

Im gewöhnlichen Handel steht der Verbraucher nun vor der Auswahl zwischen verschiedenen Energiesparlampentypen.

Die bekannteste unter ihnen ist die Kompaktleuchtstofflampe. Das Patent der Lampe mit den, ineinander geschwungenen oder nebeneinander gebogenen, milchigen Röhren wurde bereist vor 150 Jahren entwickelt. Ihre Leuchtkraft entfaltet sich durch verdampfendes Quecksilber. Aufgrund dieser Eigenschaft wurde sie häufig als Umweltschädigend in der Entsorgung kritisiert. Dem ist mittlerweile aber nicht mehr so. Allerdings braucht das Leuchtmittel brauchen lange um hell zu werden, machen dunkles, teilweise sogar ungemütliches Licht. Dafür sind sie mit 2-10 Euro relativ günstig.

Anders sieht es mit der Halogendampflampe aus. Ihr Licht kommt dem der Glühbirne, vor allem in der exakten Farbwiedergabe, sehr nah. Zudem bewegt sich auch ihr Preis im ähnlichen Rahmen. 2-3 Euro zahlt man für die gängigen Modelle. Allerdings sind sie laut Stiftung Warentest (Test Ausgabe 09/11) auch die stromfressendsten Energiesparlampen, Verbrauchen zudem viel Quecksilber in der Produktion und schneiden bei der Haltbarkeit schlecht ab. Die Halogendampflampe lohnt sich also nur dort, wo man wirklich ein klares, helles und farbgetreues Licht benötigt.

Der Testsieger von Osram

Der Testsieger

Der Allrounder unter den Energiesparern ist die LED Lampe. Statt auf einen glühenden Draht, setzt sie auf viele kleine strahlende Halbleiterkristalle.Dies ermöglicht eine hervorragende Energiebilanz. Auch bei der Helligkeit, lässt die LED nicht zu wünschen übrig. Lediglich die billigen Modelle produzieren oft einen Blaustich in der Farbwiedergabe. Apropos billig: Das ist der einzige Hacken am LED. Preise zwischen 30-40 Euro sind keine Seltenheit. Der Testsieger der Stiftung Warentest, die Osram Parathom Pro Classic A 80 12 Watt kostet gar ca. 45 Euro. LEDs sollte man also vornehmlich an Orten verwenden, wo oft das Licht brennt. Denn bei längerer Brenndauer amortisiert sich der Preis schnell.

Was gibt es noch zu wissen, beim Kauf?

Bei Energiesparlampen gilt es auf andere Werte zu achten, als die Wattzahl. Wichtig sind die Angaben für Lumen und Kelvin. Die Kelvinangabe bezieht sich auf die Lichtfarbe. Gemütlich empfundenes warmweißes Licht liegt bei etwa 2500-3300 Kelvin. Ab etwa 3300 Kelvin beginnt das als kalt empfundene neutralweiße Licht. Die Lumen geben wiederum den Lichtstrom bzw. die Helligkeit an. Orientierung bietet diese Vergleichstabelle:

  • 25 Watt: 180 bis 200 Lumen
  • 40 Watt: 350 bis 390 Lumen
  • 60 Watt: 590 bis 650 Lumen
  • 75 Watt: 800 bis 890 Lumen
  • 100 Watt: 1 150 bis 1 270 Lumen

 

PS. Ich möchte an dieser Stelle auf eine Ungewöhnlichkeit, die mir bei meiner Recherche aufgefallen ist, hinweisen: Die EU hat mit der so genannten Öko-Design-Richtlinie zwar den Gebrauch, aber nicht die Produktion der energiefressenden Glühlampen verboten. Afrikaner, Chinesen und Amerikaner dürfen also munter weiter Strom verbrauchen. Ein etwas komischer Gedanke, wenn man an den steigenden Energiebedarf der Chinesen denkt und daran, dass es ja um die Umwelt auf der ganzen Welt geht!

Diese Österreicher müssen noch lernen: