What whould Merkel do?

11. May 2013

Auf der Internetkonferenz Re:publica sucht die Netzgemeinde nach eine politischen Perspektive

5000 Gäste an drei Tage, knapp 200 Stunden Vorträge, Workshops und Diskussionen auf neun Bühnen sowie 116.000 Menschen, die sich die Sessions per Livestream bei Spiegel online anschauten – Das sind die beeindruckenden Zahlen der Re:publica 2013. Doch was bleibt inhaltlich vom alljährlichen Klassentreffen der Internetgemeinde in der Station Berlin? Die Antwort ist leider recht kurz: Wenig. Letztlich präsentiert ein kleiner Mann mit roter Irokesenfrisur und Schnäuzer die stärkste These: “Netzpolitik ist in zuallererst Politik!”.

Sascha Lobo, seines Zeichens Internetkenner, Power-Blogger und Spiegel-Kolumnist, hält traditionell den Abschlussvortrag des ersten Konferenztages. Mit seiner Politik-These hatte er den Geist der diesjährigen Re:publica vorweggenommen. Wesentlich politischer als in den letzten Jahren kam allein das Programm daher. Drossencom, Leistungsschutzrecht, Weiblichkeit im Internet und die Frage nach der politischen Zukunft der Netzgemeinde waren die beherrschenden Themen. Ein Zeichen dafür: Anne Wizoreck, die im vergangenen Jahr mit ihrer Feminismus-Kampagne #aufschrei auf Twitter für Furore gesorgt hatte durfte den Abschlussvortrag auf der Hauptbühne halten.

Es scheint fast so, als wollte die Veranstalter GmbH um Spreeblick-Blogger Johnny Haeusler, Creative Commons-Kopf Markus Beckedahl und Andreas Gebhard, Geschäftsführer der Open Source Marketing Agentur Newthinking nach der Flausch-Re:publica 2012 , die unter dem siegestrunkenden Eindruck des verhinderten ACTA-Gesetzes und den Erfolgen der Piratenpartei gestanden hatte, eine Aufbruchsstimmung verbreiten. So hatte auch Beckedahl in der abschließenden Pressemitteilung kämpferische Worte parat: “Setzt euch dafür ein, dass unsere Freiheit auch im Internetzeitalter erhalten bleibt. Kämpft für Grundrechte und klärt andere auf.“

Freie Internetzugänge, weniger Urheberrecht sowie barrierefreies und unabhängiges Surfen – Die politischen Standpunkt der Szene sind schon länger ausformuliert. Doch den richtigen Weg diese auch zu vermitteln hat sie bisher nicht gefunden. Schließlich lassen sich etliche gute Argumente für den Erhalt des Urheberrechts finden und auch den Ruf nach ungedrosselten Internetzugängen wird jeder Wirtschaftsweise mit Blick auf Nachfrage und Marktsituation lächelnd als Idealismus abtun. Es gilt die Frage zu beantworten, warum unsere Gesellschaft genau dieses offene Internet braucht.

#rp13 der Innenhof.

Bei meist eher mittelmäßigen Vorträgen war der eigentliche Star der #rp13 der Innenhof. Foto: http://www.flickr.com/photos/ebbesand

Beantworten konnte die Frage keiner der einzelnen Speaker, zu denen neben bekannten Szene-Aktivisten wie Kathrin Passig oder Raul Krauthausen auch Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche und Wirtschaftsjournalist Wolf Lotter gehörten. Im Gegenteil: Es lässt sich erkennen, dass die meisten Blogger eben keine Sozial- oder Politikwissenschaftler sind. Ihren Vorträgen hing oft eine “Guck mal, das hab ich in den letzten Monaten gemacht!”-Attitüde an. Starke Thesen waren rar.

Die Antwort auf die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz eines freien Internets könnte stattdessen in der gewaltigen Summe der am Berliner Gleisdreieck vorgestellten Projekte versteckt sein. Denn Projekte wie das Lokalpolitiknetzwerk Offenes Köln, das Social Media-Tool Reclaim.fm und die offene Wikipedia-Datenbank Wikidata wären unvorstellbar ohne Aktivisten, die sich frei im Netz bewegen können und eine Community, die diese Projekte finanziell, ideell und intellektuell unterstützt. Ohne die demokratische Mitmach-Kultur des Internets wären viele der vorgestellten Projekte oder Aktionen nicht realisierbar gewesen, oder sie wären nicht so bekannt geworden.

Somit bleibt am Ende der #rp13, wie die Re:publica in der Szene abgekürzt wird, eine Mischung aus Ernüchterung und Vorfreude. Es stehen viele wichtige netzpolitische Fragen in den nächsten Jahren an. Vielleicht hat diese Konferenz der Netzgemeinde die Lektion mit auf den Weg gegeben, künftig politischer zu agieren, um die Ziele durchzusetzen. Eine Roadmap für den politischen Kampf hatte wieder Sascha Lobo parat: “Wir müssen uns in Zukunft, bei dem was wir machen und was wir sagen immer Fragen: Was würde Merkel überzeugen?”


Im Zweifel LED Lampen – für die Umwelt

12. December 2012

Kompaktleuchtstofflampen, Halogendampflampen oder LED-Strahler? Wie soll man bei dem riesigen Angebot an Leuchtmitteln im Supermarkt noch durchsteigen? Der umweltbewusste Verbraucher steht immer häufiger vor Rätseln um Energieeffizienz, Umweltverträglichkeit und Lichtqualität. Es gilt ganz neue Regeln zu lernen. Die wichtigste lautet: Den Anwendungsort beim Kauf beachten! Wem das zu kompliziert ist, der hält sich am besten an die einfachste Regel: Im Zweifel LED!

Was man so alles mit LEDs machen kann!

Was man so alles mit LEDs machen kann!

Im März 2009 Jahren beschloss die Europäische Union, die gute alte Edison-Glühbirne in die Geschichtsbücher zu verbannen. Der stufenweise verbotene Verkauf der Energiemonster ist mittlerweile so gut wie abgeschlossen. 2009 mussten die 100 Watt Birnen, 2010 die 75 Watt, ein Jahr darauf die 60 Watt und September dieses Jahres auch die Glühbirnen unter 60 Watt daran glauben. Ab 2016 werden auch die stromfressendsten Halogenlampen verboten sein.

Im gewöhnlichen Handel steht der Verbraucher nun vor der Auswahl zwischen verschiedenen Energiesparlampentypen.

Die bekannteste unter ihnen ist die Kompaktleuchtstofflampe. Das Patent der Lampe mit den, ineinander geschwungenen oder nebeneinander gebogenen, milchigen Röhren wurde bereist vor 150 Jahren entwickelt. Ihre Leuchtkraft entfaltet sich durch verdampfendes Quecksilber. Aufgrund dieser Eigenschaft wurde sie häufig als Umweltschädigend in der Entsorgung kritisiert. Dem ist mittlerweile aber nicht mehr so. Allerdings braucht das Leuchtmittel brauchen lange um hell zu werden, machen dunkles, teilweise sogar ungemütliches Licht. Dafür sind sie mit 2-10 Euro relativ günstig.

Anders sieht es mit der Halogendampflampe aus. Ihr Licht kommt dem der Glühbirne, vor allem in der exakten Farbwiedergabe, sehr nah. Zudem bewegt sich auch ihr Preis im ähnlichen Rahmen. 2-3 Euro zahlt man für die gängigen Modelle. Allerdings sind sie laut Stiftung Warentest (Test Ausgabe 09/11) auch die stromfressendsten Energiesparlampen, Verbrauchen zudem viel Quecksilber in der Produktion und schneiden bei der Haltbarkeit schlecht ab. Die Halogendampflampe lohnt sich also nur dort, wo man wirklich ein klares, helles und farbgetreues Licht benötigt.

Der Testsieger von Osram

Der Testsieger

Der Allrounder unter den Energiesparern ist die LED Lampe. Statt auf einen glühenden Draht, setzt sie auf viele kleine strahlende Halbleiterkristalle.Dies ermöglicht eine hervorragende Energiebilanz. Auch bei der Helligkeit, lässt die LED nicht zu wünschen übrig. Lediglich die billigen Modelle produzieren oft einen Blaustich in der Farbwiedergabe. Apropos billig: Das ist der einzige Hacken am LED. Preise zwischen 30-40 Euro sind keine Seltenheit. Der Testsieger der Stiftung Warentest, die Osram Parathom Pro Classic A 80 12 Watt kostet gar ca. 45 Euro. LEDs sollte man also vornehmlich an Orten verwenden, wo oft das Licht brennt. Denn bei längerer Brenndauer amortisiert sich der Preis schnell.

Was gibt es noch zu wissen, beim Kauf?

Bei Energiesparlampen gilt es auf andere Werte zu achten, als die Wattzahl. Wichtig sind die Angaben für Lumen und Kelvin. Die Kelvinangabe bezieht sich auf die Lichtfarbe. Gemütlich empfundenes warmweißes Licht liegt bei etwa 2500-3300 Kelvin. Ab etwa 3300 Kelvin beginnt das als kalt empfundene neutralweiße Licht. Die Lumen geben wiederum den Lichtstrom bzw. die Helligkeit an. Orientierung bietet diese Vergleichstabelle:

  • 25 Watt: 180 bis 200 Lumen
  • 40 Watt: 350 bis 390 Lumen
  • 60 Watt: 590 bis 650 Lumen
  • 75 Watt: 800 bis 890 Lumen
  • 100 Watt: 1 150 bis 1 270 Lumen

 

PS. Ich möchte an dieser Stelle auf eine Ungewöhnlichkeit, die mir bei meiner Recherche aufgefallen ist, hinweisen: Die EU hat mit der so genannten Öko-Design-Richtlinie zwar den Gebrauch, aber nicht die Produktion der energiefressenden Glühlampen verboten. Afrikaner, Chinesen und Amerikaner dürfen also munter weiter Strom verbrauchen. Ein etwas komischer Gedanke, wenn man an den steigenden Energiebedarf der Chinesen denkt und daran, dass es ja um die Umwelt auf der ganzen Welt geht!

Diese Österreicher müssen noch lernen:


Surowiecki, James: “The Wisdom of crowds”

20. May 2009

A bunch of interesting studies – no complete train of thoughts

Did you know, that hundred people can be smarter than the smartest person in the group? Can you imagine that the stock market needed 20 minutes to know who was responsibly for the Challenger-crash? And did you know that the crash of the space shuttle Columbia only exploded because of a wrong composition and hierarchy inside their security-group? You didn’t know that? No Problem! James Surowiecki will tell you about these and some other behaviours of a human mob. The only thing you have to do is to read his book “The wisdom of crowds”, published 2004 on Anchor books (a sublabel of Random House).

In this book Surowiecki referred about the mentalities of human crows from different viewpoints. He tries to figure out what kind of structure a groups needs to be smarter than every several persons in it. For this aim he uses many analysis and studies of the last two centuries. Within these explaines Surowiecki the different social behaviour of humans in the crowd context. The examples effect economical, politic and social problems likewise. A look on the subtitle of the book shows his huge intention: “Why the many are smarter than the few and how collective wisdom shapes business, economies, societies and nations”. Everybody can identify with the mob mentalities. And everybody has to. Because we are all part of the mob.

Surowiecki’s final conclusion is a distinction between three different types of problems which affect a crowd: cognition, cooperation and coordination problems. For every kind of problem you need to respect different rules to create a smart crowd. And sometimes these rules act against each other. This sounds like chaos and actually it is. Our whole society works by a chaotic combination of different crowd phenomena. The stock market is the best example for that. Surowiecki’s book seems to have the key to break this chaos, but it has not. That is the biggest problem of the book. Surowiecki gives a lot of different answers and mention a lot of different rules and no-goes for a smart group. But a concrete arrangement of this rules and studies is missing.

So it is the readers work to the arrange Surowiecki’s references. How, for example would you interpret this situation? It is not good for a company to have a straight hierarchy with a all-powerfull head, because that kills the vantages of the crowds wisdom. On the other hand it is also not good to have to much multi-plane debate-groups, because that extend the decision trees and disconnect every group from the aim of the company. This example shows the whole dilemma of crowds. There are very good in finding the right solution, but there are also very good in following synergetic effects and forget there common goal. The same problem shows up with the mass of information because of the internet. Information are important to find good solutions, but to much information can, in special cases be counterproductive (Friedrich von Hayek combine this two points: the mass of information makes it impossible to create a omniscient group.

In one of my last blogs I gainsay Cass R. Sunsteins fear about a radicalisation of balkanaised groups, he pointed out in his text “The daily we”. Surowiecki mentions Sunstein’s studies and the phenomenon of group-radicalisation in his book. But Surowiecki identifies the radicalisation only as problem of group-compositions. For that reason he cites a study of Alan S. Blinder and John Morgan, which shows that a good organised small group can be smarter than every single member of the group. His conclusion is, that groups are only smarter, when there decision comes off a free, open and unhierarchic discussion.

At least I would like to say that Surowiecki book led me to this thoughts. It gave me a lot of basis information about my view of human beings. So when you are not searching for a complete train of thoughts, when you like to know more about the different originalities of the human species collected in groups and when you want at least a bit entertainment than is Surowiecki’s book a right solution. When you searching for concrete answers to compose a efficient group system in your company – read something else.


This is the start-up

9. March 2009

This is my first post on this blog. Now I’ll explain short what I’ll going to do durig the next weeks. You can follow the hole development of my network-projekt from academic work to pointless thoughts here. For that reason I’ll read a lot of articles and some books and comment them. The first book I’m going to read is “The wisdom of crowds” from James Surowiecki. I hope I get some informations about how a network works and which synergetic effects a crowds needs. If somebody has an idea, a recommend, a tip which could help me – you are welcome. I’m happy about everthing. Also about pointless thoughts.

See you Frank Wombat